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Wer bin ich? - Konfrontation mit der Fremdheit des eigenen Ichs.
Kurzgeschichte
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| Preis: (A) EUR 3,00 (D) EUR 2,99 * |
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Zum Text:
Die 1899 erschienene Novelle "Reitergeschichte" ist eine der bekanntesten Prosawerke des Schriftstellers. Sie beginnt mit einem siegreichen Feldzug einer österreichischen Schwadron gegen italienische Freischärler in der Lombardei im Jahr 1848. Im Mittelpunkt der Novelle steht der Wachtmeister Anton Lerch, der im Verlauf der Handlung mit abgespaltenen Persönlichkeitsanteilen in Kontakt kommt. Er begegnet einem rätselhaften Doppelgänger, stolpert über unbewusste Wünsche und Phantasie und kämpft immerfort dagegen an.
"Das Dorf blieb totenstill; kein Kind, kein Vogel, kein Lufthauch. Rechts und links standen schmutzige kleine Häuser, von deren Wänden der Mörtel abgefallen war; auf den nackten Ziegeln war hie und da etwas Häßliches mit Kohle gezeichnet; zwischen bloßgelegten Türpfosten ins Innere schauend, sah der Wachtmeister hie und da eine faule, halbnackte Gestalt auf einer Bettstatt lungern oder schleppend, wie mit ausgerenkten Hüften, durchs Zimmer gehen. "
Hofmannsthal beschreibt in einer von Distanz geprägten Sprache die zunehmend zerstörerische Konfrontation Anton Lerchs mit seinem fremden Inneren. Der Schreibstil Hofmannsthals ist ein realistischer, die aufgeworfenen Fragen vielfältig und dunkel.
Zur Biographie des Autors
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