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Das Sein - philosophisch und theologisch gedacht
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Zum Text:
"Weil ein kleiner Irrtum am Anfang am Ende ein großer ist (...), muß man daher, damit nicht aus der Unkenntnis jener ein Fehler entsteht, zur Behebung der von ihnen ausgehenden Schwierigkeit sagen, was mit dem Wort »Wesen« und »Seiendes« bezeichnet wird und wie Wesen in verschiedenen Dingen vorgefunden wird und wie es sich zu den logischen Begriffen, nämlich Gattung, Art und Unterschied verhält."
Wie dieser Satz aus der Einleitung von "Das Seiende und das Wesen" (De ente et essentia) zeigt, führt Thomas von Aquin in die Hauptbegriffe des philosophisch-theologischen Denkens ein. Ausgehend von Aristoteles unterscheidet Thomas das Wesen vom Sein und gibt dem Seinsakt den Vorrang gegenüber dem "Was". In Gott, welcher der Inbegriff von Vollkommenheit ist, kommt es, so Thomas, zu einer Verschmelzung alles Verschiedenen, während im Gegensatz dazu das innerweltlich Seiende lediglich in Abstufungen an der göttlichen Vollkommenheit teilhat.
Die nicht leicht zu lesende kleine Schrift beruhigt insofern, da sie zeigt, dass auch der viel schreibende Thomas von Aquin in seinem Denken nicht immer zu letzten, eindeutigen Erkenntnissen vordringt.
Zur Biographie des Autors
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