Louise Aston war Schriftstellerin und Vorkämpferin für die Frauenemanzipation. Sie forderte die vollständige Gleichstellung der Frau, Freiheit in der Liebe und in der Liebeswahl. Diese Haltung fand auch in ihren Büchern Ausdruck.
Aston wurde 1814 in Gröningen geboren. Mit 17 Jahren wurde sie zur Ehe mit dem reichen englischen Industriellen Samuel Aston gezwungen, von dem sie sich nach vielen Ehejahren scheiden ließ. Sie ging nach Berlin und veröffentlichte den Roman »Aus dem Leben einer Frau« (1846). Sie verkehrte in emanzipatorischen und revolutionären Kreisen. Die Freiheit der Frau stand für sie immer im Rahmen einer allgemeinen politischen Aktivität. In ihrer Gedichtsammlung "Wilde Rosen" bekannte sie sich zur freien Liebe und wurde deshalb von einem großen Teil der Gesellschaft und von der Öffentlichkeit als skandalöse Frau verfolgt. Wegen ihres extravaganten und provokativen Auftretens wurde sie aus Berlin ausgewiesen (wie auch aus anderen Städten).
1850 heiratete sie erneut und zieht mit ihrem Mann in den Krimkrieg. Sie lebt in der Ukraine, Siebenbürgen, Ungarn und Österreich. Unerkannt und vom Kreis der Schriftsteller ausgeschlossen starb sie 1871 in Wangen, Allgäu.
Louise Aston führte einen einsamen, mutigen Kampf für Gleichberechtigung, Freiheit und Selbstbestimmung.
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