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Zum Text:
Die vorliegenden Fragmente geben Einblick in das Denken der Philosophen Parmenides von Elea (5. Jhdt. v.Chr.), Heraklit aus Ephesos (um 550-480 v.Chr.) und Demokrit aus Abdera (ca. 460-370 v.Chr.) und ermöglichen eine spannende Annäherung an den Beginn der abendländischen Philosophie, die mit den Vorsokratikern ihren Ausgang nimmt. Parmenides, Heraklit und Demokrit widmen ihr Denken, das sich uns heute lediglich über überlieferte Zitate und Berichte erschließt, der Erfassung des Seins. Heraklits Auffassung vom Sein unterscheidet sich dabei sehr grundsätzlich von jener des Parmenides, der etwa zur gleichen Zeit in Süditalien lebt.
In den etwa 130 von ihm erhaltenen Fragmenten spricht Heraklit vom Werden, der Bewegung und kontinuierlichen Veränderung. Der Kosmos wird ihm zufolge von einer allgemeinen Gesetzmäßigkeit bestimmt, die Heraklit Logos nennt. Dieser alles durchdringende Logos bleibt für die Menschen im Verborgenen. Für Heraklit bildet zudem Entgegengesetztes in Wirklichkeit eine Harmonie und er beschreibt das Feuer als das ordnende Prinzip der Wirklichkeit.
Im Gegensatz zum Denken Heraklits beschreibt Parmenides in seinem bilderreichen Lehrgedicht "Über die Natur" das Sein als etwas ewig Ruhendes, Unteilbares ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Zu diesem Schluss kommt Parmenides, indem er das Nichtsein als ein Merkmal des Seienden ausschließt. Da auch Werden bedeutet, dass Etwas aus Nichts wird, es aber das Nicht-Sein nicht gibt, lehnt Parmenides Bewegung, Werden und die Vielheit des Seienden ab.
Demokrit versucht den Gedanken der Vielheit mit dem Gedanken der Einheit zu verbinden und kommt zu der atomistischen Grundannahme: Es gibt viele kleine unteilbare und unvergängliche Teilchen. Diese erfüllen aber jedes für sich genommen die Wesenszüge des Seienden bei Parmenides. Die Fragmente des Demokrit zeigen zudem wie facettenreich sein Denken war und geben Einblicke in seine die Ethik, Mathematik, Physik u.a. betreffende Überlegungen.
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