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Dubai, ein Sechs-Gänge-Menü auf nüchternen Magen?
Reisebericht
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| Preis: (A) EUR 3,00 (D) EUR 2,99 * |
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| MIT 14 FARBFOTOS DER AUTORIN |
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Zum Text:
ENDLICH UNTERWEGS 5
Gläserne Riesen, dazwischen die filigranen Fenster und Türme einer Moschee, verstopfte Straßen. Wüstensöhne im schneeweißen Dishdasha, den Kopf stolz erhoben unter ihrer kunstvoll drapierten Guthra, das Handy am Ohr. Dahinter ihre verschleierten Töchter. Burqua im 21. Jahrhundert? Einkaufsparadies Dubai für alle, die Geld mitbringen.
Dubai, ein beschauliches Fischer- und Perlentaucherdorf bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, am Ufer des Dubai Creek. Der Duft von Weihrauch, Majoran, Zimt auf dem alten Markt, dem Dubai Old Souk. "Safran macht den Kuchen gelb", sagt der Händler mit einem Hüftschwung. Ich verstehe schon und lache brav, arabisches Viagra.
Textzitat:
Mein Taxifahrer bremst scharf, der schneeweiße Toyota hat wieder einmal beschlossen, die Spur zu wechseln und der Emirati grinst zu mir herüber.
"Viele Prostituierte suchen in Dubai ihr Glück, aus Russland oder dem Irak", erzählt der Taxifahrer. Der Emirati in dem Toyota steht jetzt direkt neben uns. Er grüßt, ich grüße zurück. Was verbirgt sich hinter seiner Stirn und der dunklen Sonnenbrille? "Weibliche Angestellte verdienen sich nachts etwas dazu", erzählt mein Fahrer weiter und gähnt. Er deutet auf meine Beine und meine dünne schwarze Hose:
"Zu durchsichtig!", meint er.
"No problem for me", antworte ich gedankenlos.
"But for me", kontert der Mann und lacht.
Zur Biografie der Autorin
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